Freitag, 31. Oktober 2014

Gemeinsam mehr bewegen

Kinästhetik-Kurse vermitteln pflegenden Angehörigen, wie sie die schwere Aufgabe schonend bewältigen


Die Pflege eines Angehörigen bringt Menschen oft an körperliche Grenzen. Ebenso belastend ist es für den Kranken zu erfahren: ich kann das alles nicht mehr allein. Ein Ansatz hier gegenzusteuern, ist die Kinästhetik. 

Die Methode lehrt, sich mit dem Kranken zusammen achtsam  zu bewegen. Anfangs bildeten sich Pflegeprofis darin aus, seit 2007 werden Kinästhetik-Kurse auch für pflegende Angehörige angeboten, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. 

Die meisten Krankenkassen übernehmen Kosten für häusliche Schulung


Pflegende Angehörige finden sämtliche Kursangebote bundesweit unter www.wir-pflegen-zuhause.de. Abgesehen von einer Eigenbeteiligung von 25 Euro für die Kursunterlagen, entstehen den Teilnehmern keine Kosten. Die meisten Krankenkassen übernehmen darüber hinaus auch die Kosten für eine häusliche Schulung.  
 
Dieser Beitrag ist erschienen im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 10/2014 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Montag, 27. Oktober 2014

Schmerzen bei Demenzkranken erkennen

Broschüre der Deutschen Seniorenliga: Schmerzen bei Demenzkranken erkennen



Menschen mit einer Demenz können oft nicht sagen, ob und wo sie Schmerzen haben. Angehörige und Pflegepersonen sollten die Patienten daher gut beobachten und auf indirekte Hinweise achten, wie etwa häufiges Stöhnen, einen angespannten Gesichtsausdruck oder übermäßiges Schwitzen.

Die Deutsche Seniorenliga bietet zu diesem Thema eine Broschüre ( www.dsl-chronische-schmerzen.de ) mit Informationen und praktischen Tipps an.

Ältere Menschen tragen ein höheres Risiko für Schmerzen als junge. Doch gerade sie erhalten oftmals nicht die richtige Schmerztherapie. In besonderem Maße gilt das für Menschen mit einer Demenz: Sie werden noch seltener schmerztherapeutisch behandelt als nicht demenzkranke Schmerzpatienten.

Privatdozent Dr. Matthias Schuler, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Diakoniekrankenhaus Mannheim, erklärt das so: "Selbst für nicht demente Menschen ist es oftmals schwierig, Schmerzen genau zu beschreiben. Wie soll dies dann Patienten gelingen, die nach und nach ihr Gedächtnis und ihr Ausdrucksvermögen verlieren?" 

Auf körperliche Auffälligkeiten achten


Umso wichtiger ist es, dass Angehörige, Ärzte und Pflegepersonal aufmerksam beobachten und handeln, wenn sich ein Patient ungewöhnlich verhält oder körperliche Auffälligkeiten zeigt.

So können Schmerzen dazu führen, dass der Betroffene bei Körperkontakt aggressiv reagiert, sein Appetit nachlässt oder die Muskulatur ständig angespannt ist. "Jedes dieser Anzeichen gilt es ernst zu nehmen", betont Schuler. "Zum einen kann das den Patienten unnötige Schmerzen ersparen. Zum anderen können mögliche organische Ursachen früher erkannt und behandelt werden."

Ein gutes Werkzeug für eine genaue und lückenlose Beobachtung sind Schmerzerfassungsbögen, anhand derer Pflegepersonen die Schmerzsituation der Patienten einschätzen können. Vor allem in Pflegeheimen und Krankenhäusern mit wechselndem Personal sollten diese nach Ansicht des Experten Standard sein.

Welche Schmerzformen treten bei alten Menschen besonders häufig auf? Was sind typische Anzeichen für Schmerzen? Gibt es praktische Maßnahmen, die dazu beitragen können Schmerzen vorzubeugen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Kostenlose Broschüre "Schmerzen erkennen bei Demenz"


Die Broschüre "Schmerzen erkennen bei Demenz" beantwortet diese Fragen umfassend und auch für Laien leicht verständlich. Eine Checkliste zur Vorbereitung auf den Arztbesuch und ein Verzeichnis wichtiger Ansprechpartner in Sachen Schmerzen und Demenz runden das Informationsangebot ab.

Die Broschüre ist kostenlos und kann telefonisch, postalisch oder im Internet bestellt werden:

Deutsche Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn.
www.dsl-chronische-schmerzen.de

Bestell-Hotline 01805 - 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend)

Freitag, 24. Oktober 2014

Ältere Menschen sollten sich Medikamentenanwendung in Apotheke demonstrieren lassen

Im Alter erschweren die nachlassende Kraft bzw. Geschicklichkeit in den Händen oder Sehprobleme die richtige Anwendung

©  ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Ältere Menschen, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten sich die richtige Anwendung in der Apotheke demonstrieren lassen. „Tabletten einzunehmen ist relativ einfach. Aber bei technisch aufwändig verpackten Medikamente wie Augentropfen, Trockensäften oder Medikamenten zur Inhalation passieren älteren Menschen häufig Fehler“, sagt Wolfgang Pfeil, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer. Pfeil: „Auch jüngere Menschen nehmen Medikamente leider immer wieder falsch ein – oft aus Unwissenheit. Im Alter erschweren die nachlassende Kraft bzw. Geschicklichkeit in den Händen oder Sehprobleme die richtige Anwendung aber zusätzlich.“ Der Apotheker rät allen Patienten deshalb, sich in der Apotheke nach der korrekten Anwendung zu erkundigen, vor allem wenn ein Medikament zum ersten Mal angewendet wird.

Wer Schwierigkeiten hat, kann sich das Medikament bereits in der Apotheke öffnen lassen


Im Alter lässt die Kraft in den Händen nach und rheumatische Erkrankungen können die Geschicklichkeit zusätzlich verschlechtern. Älteren fällt es deshalb oft schwer, Kindersicherungen zu öffnen. Auch viele Augentropfen sind so verpackt, dass vor dem ersten Öffnen ein Siegel abgedreht oder aufgerissen werden muss. Andere Medikamente wie Tubenverschlüsse müssen vor der ersten Entnahme durchbohrt werden. Dafür braucht man relativ viel Kraft. Wer damit Schwierigkeiten hat, kann sich das Medikament bereits in der Apotheke öffnen lassen. Die korrekte Anwendung hängt auch vom jeweiligen Präparat ab. Auch komplexe Applikationssysteme zur Inhalation oder zum Eintropfen ins Auge sollten sich Patienten vom Apotheker demonstrieren lassen.

Verwechslungen von Medikamenten mit einfachen Hilfsmitteln vorbeugen


Wenn die Sehkraft nachlässt, steigt das Risiko für Verwechslungen ähnlich aussehender Medikamente. Hilfreich ist es dann, die verschiedenen Medikamente mit farbigem Klebeband, Filzklebepunkten oder durch gut tastbare Aufkleber aus Sandpapier zu kennzeichnen. Wenn bei Wirkstoffpflastern die Einreißkerben der Verpackung nur schlecht erkennbar sind, lassen Patienten sich diese am besten markieren. Fällt das Abzählen von Tropfen schwer, kann man diese in einen leeren Joghurtbecher fallen lassen. So kann man die Tropfen nach Gehör abzählen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

24 Stunden Pflege - in Heilbronn gut betreut durch polnische Pflegekräfte

Nachfrage nach 24-Stunden-Pflege in Heilbronn steigt


www.24-stunden-pflege-stuttgart.de

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter und die Nachfrage nach Pflegepersonal nimmt deshalb zu. Diesem bundesweiten Trend kann sich auch die Stadt Heilbronn nicht entziehen.

Schon heute ist jeder fünfte Einwohner von Heilbronn 65 Jahre alt oder älter. Tendenz weiter steigend.

Obwohl es in Heilbronn ein vielfältiges Angebot und eine gute Versorgung im Bereich der Ambulanten Pflege gibt, ist es für viele Familien oftmals sehr schwer eine bezahlbare 24-Stunden-Pflege und Betreuung zu organisieren.

Dabei kann es schon in einem frühen Stadium einer Erkrankung von Demenzpatienten notwendig sein, eine 24-Stunden-Betreuung zu gewährleisten. Die Familien sind hier in den meisten Fällen sehr schnell überfordert. Zum Einen ist es oft nicht möglich, da Angehörige noch im Berufsleben stehen und deshalb nur begrenzt Zeit haben, zum Anderen stoßen Angehörige selbst dort, wo das zeitlich möglich ist, sehr schnell an Ihre psychischen und/ oder physischen Grenzen.

Spätestens jetzt wird in der Regel darüber nachgedacht, den zu versorgenden Angehörigen in ein Heim zu geben, um ihn gut versorgt zu wissen. Dennoch stehen viele Familien hier im Gewissenskonflikt, denn die wenigsten wollen ihre vertraute Umgebung, ihre eigenen vier Wände gegen den Aufenthalt in einem Pflegeheim eintauschen.

Deshalb steigt die Nachfrage nach einer 24-Stunden-Pflege und Betreuung durch polnische Pflegekräfte auch in Heilbronn mit seinen Stadtteilen Biberach, Böckingen, Frankenbach, Horkheim, Kirchhausen, Klingenberg, Neckargartach und Sontheim immer mehr. 

Auch in den Nachbargemeinden Bad Wimpfen, Neckarsulm, Weinsberg, Flein, Untergruppenbach, Bad Rappenau und Lauffen am Neckar ist nach Auskunft der Brinkmann Pflegevermittlung, Regionalvertretung Stuttgart (www.24-stunden-pflege-stuttgart.de ) gleiches zu beobachten.

Bei dieser Art der 24-Stunden-Pflege wohnt die polnische oder osteuropäische Pflegekraft im Haushalt des zu Versorgenden.


Die Versorgung im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung durch eine polnische Pflegekraft ist durch die permanente Anwesenheit eine ideale Lösung um im eigenen zu Hause zu bleiben.

Weitere ausführliche Informationen und eine kostenlose Beratung zur 24-Stunden-Pflege in Heilbronn und Umgebung erhalten Sie bei der Brinkmann Pflegevermittlung, Regionalvertretung Stuttgart unter der Rufnummer 0 71 51 / 3 69 97 76 oder im Internet unter www.24-stunden-pflege-stuttgart.de .

Samstag, 18. Oktober 2014

Neue Pflegezeit entlastet pflegende Angehörige

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Schritt, damit unser Pflegesystem nicht kollabiert


VdK-Präsidentin Mascher: „Beratungs- und Informationsangebot muss ausgebaut werden“

„Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Schritt, damit unser Pflegesystem nicht kollabiert. Pflegende Angehörige leisten physische und psychische Schwerstarbeit und entlasten Beitrags- und Steuerzahler um Milliardenbeträge“, so kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, den vom Bundeskabinett heute beschlossenen Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf.

Eingeführt werden soll ein verbindlicher Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, den der Sozialverband VdK immer wieder gefordert hatte. „Es hat sich gezeigt, dass freiwillige Lösungen in weiten Teilen nicht gegriffen haben. Sich nur auf den guten Willen der Unternehmen zu verlassen, war der falsche Weg“, so Mascher. Mascher kritisiert aber, dass die Regelung nicht in Kleinbetrieben mit weniger als 15 Mitarbeitern gelten soll. „Dadurch werden Beschäftigte in diesen Betrieben mit ihrer Pflegesituation allein gelassen und benachteiligt. Alle Arbeitgeber sind aber in der Pflicht, ein Arbeitsumfeld und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Arbeitnehmern ermöglichen, die Doppelbelastung Beruf und Pflege zu bewältigen“, betont die VdK-Präsidentin.

Lohnersatzleistung bei kurzfristiger Arbeitsverhinderung


Auf den Weg gebracht wird auch die seit langem vom VdK geforderte Lohnersatzleistung bei kurzfristiger Arbeitsverhinderung. „Das ist zumindest eine kleine Erleichterung für Arbeitnehmer, die sich plötzlich um die Versorgung eines Familienmitglieds kümmern müssen – etwa nach einem Schlaganfall“, so Mascher. Der VdK fordert aber mehr Transparenz und mehr Hilfen für pflegende Angehörige.„Die vielen komplizierten Anträge auszufüllen und sich bei den unterschiedlichen Hilfsangeboten auszukennen, kostet die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen viele Nerven, Zeit und Geld. Die Beratung und Information der Betroffenen muss dringend verbessert werden. Deshalb ist es ganz wichtig, dass der Aufbau der Pflegestützpunkte oder vergleichbarer umfassender Beratungsangebote bundesweit flächendeckend vorankommt“, fordert Mascher.

Freitag, 10. Oktober 2014

Alles, was Sie zur Pflege wissen müssen – „Rundumversorgung“ auch zu Hause möglich"

Kostenloser Ratgeber der Deutschen Seniorenliga

Ein Pflegefall bei einem Angehörigen kann jederzeit eintreten, egal ob altersbedingt oder durch einen Unfall. Für die meist unvorbereiteten Familien stellen sich in diesem Moment neben emotionalen Problemen auch eine Menge praktischer Fragen.

Die Betroffenen wissen nicht an wen Sie sich wenden sollen


"Was im konkreten Fall zu tun ist, wissen leider die wenigsten", beschreibt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga, die Situation: "Die Betroffenen wissen nicht , an wen sie sich wenden sollen und in welcher Reihenfolge sie am besten vorgehen.."

Der Ratgeber "Gesundheit und Pflege, Ihre Rechte - unsere Tipps" erklärt wichtige gesetzliche Regelungen für die Pflege zu Hause, hilft bei der Auswahl einer geeigneten Pflegeeinrichtung und zeigt Beratungsmöglichkeiten auf.

Die meisten älteren Menschen möchten auch bei Pflegebedürftigkeit zu Hause leben


Die meisten älteren Menschen möchten auch bei Pflegebedürftigkeit zu Hause leben. Dass diesm Wunsch mehrheitlich entsprochen wird, zeigen folgende Zahlen: Von en 2,54 Millionen Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung bekommen, werden mehr als zwei Drittel zu Hause versorgt.

Was sich anfangs mit Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern und ambulanten Pflegebesuchen noch bewerkstelligen lässt, wird jedoch zum Problem, wenn die Pflegebedürftigkeit zunimmt und eine Betreuung rund um die Uhr notwendig wird.

Für viele Angehörige ist die Pflege dann so kräftezehrend, dass mitunter die eigene Gesundheit leidet. "Die Situation wird dann noch verschärft, wenn die Kinder voll berufstätig sind, kaum Zeit haben und mit der plötzlichen Pflegesituation überfordert sind", so Hackler.

Dann drängen sich folgende Fragen auf: Wie kann ich die häusliche Pflege für einen Angehörigen organisieren oder wie finde ich ein passendes Pflegeheim? Welche Unterstützungsangebote gibt es für pflegende Angehörige? 

Kostenlose Broschüre "Gesundheit und Pflege. Ihre Rechte - unsere Tipps"


Diese Fragen beantwortet die kostenlose Broschüre "Gesundheit und Pflege, Ihre Rechte - unsere Tipps". Zugleich enthält der Ratgeber, der vom Bundesministerium Justiz und für Verbrauchrschutz gefördert wurde, Informationen über wichtige Anlaufstellen, Checklisten und weiterführende Publikationen.

Bestelladresse:
Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn


Tipp der Redaktion:
Ausfühlriche und kostenlose Informationen zum Thema 24-Stunden-Pflege zuhause erhalten Sie bei der Brinkmann Pflegevermittlung

Dienstag, 7. Oktober 2014

Parkinson-Patienten sollten Einnahmezeitpunkte genau beachten

Eine allgemeine Dosierungsempfehlung wie ‚dreimal täglich eine Tablette‘ oder ‚mittags‘ ist oft zu ungenau

Foto: Peter A  -  pixelio.de

Patienten, die gegen eine Parkinson-Erkrankung Medikamente einnehmen, sollten sich in der Apotheke über den genauen Einnahmezeitpunkt informieren. „Eine allgemeine Dosierungsempfehlung wie ‚dreimal täglich eine Tablette‘ oder ‚mittags‘ ist oft zu ungenau“, sagte Apothekerin Hiltrud von der Gathen beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. „Besser ist es, sich die Einnahmezeitpunkte mit genauen Zeitangaben zu notieren und die Medikamente pünktlich einzunehmen.“ 

Etwa 70 Prozent aller Parkinson-Patienten werden mit dem Wirkstoff Levodopa oder Medikamenten aus der Gruppe der so genannten Dopaminagonisten behandelt. Diese Medikamente gleichen den Mangel des körpereigenen Botenstoffs Dopamin aus, der für die Bewegungsstörungen der Patienten verantwortlich ist. Von der Gathen: „Ich empfehle, Levodopa nicht zum Mittagessen, sondern entweder 30 Minuten vor oder 90 bis 120 Minuten nach einer eiweißreichen Mahlzeit einzunehmen.“ Gelangt das Medikament gleichzeitig mit Milch, Eiern, Fleisch oder anderen eiweißreichen Lebensmitteln in den Magen, wird der Wirkstoff Levodopa nicht ausreichend ins Blut aufgenommen. Die Folge ist, dass die Bewegungsstörungen nicht ausreichend behandelt werden. Die Dopaminagonisten werden hingegen zum Essen eingenommen. 

Wenn die Medikamente auch nur eine Viertelstunde später als geplant eingenommen, wirken sie nicht so gut, wie es möglich wäre


Wichtig ist die Beratung in der Apotheke auch, um die Therapietreue der Patienten zu verbessern. „Wenn die Medikamente auch nur eine Viertelstunde später als geplant eingenommen, wirken sie nicht so gut, wie es möglich wäre. Ich rate Patienten auch dringend davon ab, die Dosis auf eigene Faust zu verringern oder das Medikament ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker abzusetzen“, sagte die Apothekerin. 
Levodopa und Dopaminagonisten sind bewährte Medikamente, die gegen Bewegungseinschränkungen zuverlässig helfen. Wenn die Patienten die möglichen Nebenwirkungen dieser Medikamente kennen, können sie oft besser damit umgehen. „Patienten halten zum Beispiel eine zu Behandlungsbeginn auftretende Übelkeit für eine Unverträglichkeit. Das stimmt aber nicht: Die Übelkeit ist ein Zeichen dafür, dass die Wirkung der Medikamente einsetzt. Diese Nebenwirkung lässt zum Glück innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich nach“, sagte von der Gathen. Auch für andere häufige Begleitbeschwerden wie Verstopfung, Schlaf- oder Kreislaufstörungen kennt der Apotheker Lösungen. 

Montag, 6. Oktober 2014

Winterzeit ist Grippezeit

Die Apothekerinnen und Apotheker in Bayern raten deshalb vor allem Senioren und Risikopatienten sich rechtzeitig vor Beginn der Grippesaison impfen zu lassen

Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de
Winterzeit ist Grippezeit. Schutz vor Ansteckung bietet die jährliche Grippeimpfung.

„Typisch für eine durch Viren ausgelöste „echte“ Grippe (Influenza) sind ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber über 38,5 Grad, trockener Reizhusten sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Gefährdet sind vor allem ältere, kreislaufgeschwächte Menschen. Die „echte“ Grippe ist eine schwerwiegende Erkrankung, die in Epidemien auftritt“, erklärt Apotheker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern.

Als wirksamsten Schutz vor der Influenza empfehlen die Apotheker die jährliche Impfung beim Hausarzt. Vor allem Menschen über 60 sollten sich impfen lassen. „Neben Senioren raten wir aber auch Menschen mit geschwächten Abwehrkräften, chronisch Kranken und medizinischem Personal zur jährlichen Impfung, so Apotheker Schmitt.


Kaum Unverträglichkeiten und Risiken bei der Impfung


Die Grippeschutzimpfung gilt als ausgesprochen gut verträglich. Möglicherweise kann es nach der Impfung zu kurzzeitigen Symptomen wie Frösteln, Muskelschmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit kommen. „Im Risikovergleich zur Grippeerkrankung sind mögliche Impfschäden eher selten und die Folgen kaum jemals dramatisch. Eine echte Grippe hingegen kann tödlich enden“, warnt der Sprecher der Apotheker.


Grippeimpfung jährlich auffrischen


Im Gegensatz zu anderen Impfungen muss die Grippeschutzimpfung jedes Jahr erneut verabreicht werden. Das liegt daran, dass sich die Influenzaviren sehr schnell verändern. Der Impfstoff muss deshalb regelmäßig angepasst werden. „Wichtig ist“, so Apotheker Schmitt, „dass man sich rechtzeitig, also noch vor Beginn der Influenzasaison, wenn der Körper noch nicht geschwächt ist, impfen lässt. Als idealer Impfzeitpunkt gelten die Monate Oktober und November.“

Freitag, 3. Oktober 2014

Grenzen der Zuzahlung

Warum und wann es sich lohnt, Quittungen für Medikamente und Gesundheitsleistungen aufzubewahren

Foto: I-vista  / pixelio.de

Gesetzlich versicherte Patienten müssen einen Teil vom Arzt verschriebener Medikamente selbst bezahlen. 

Wie viel dies jeweils ist, hängt von der Höhe des Preises und vom Festbetrag der jeweiligen Arznei ab. Für chronisch Kranke, können erhebliche Summen zusammenkommen. Die Zuzahlungen dürfen aber im Jahr zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens nicht überschreiten, erklärt die „Apotheken Umschau“. 

Bei chronisch Kranken, zum Beispiel bei Diabetikern, ist  die Grenze schon mit einem Prozent des Jahresbruttoeinkommens erreicht. Dann können diese Patienten sich für dieses Jahr von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. 

Kundenkarte erleichtert das Sammeln


Als Nachweis dienen die Quittungen der Apotheken. Die Kundenkarte einer Stammapotheke erleichtert das Sammeln. 

Zu den Zuzahlungen zählen auch die Selbstbeteiligungen für Heilmittel, Krankenhausaufenthalte, Reha-Maßnahmen etc. Kinder bis 14 Jahre und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen sind grundsätzlich von der Zuzahlungspflicht ausgenommen. 

Erschienen im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10/2014 A.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Auch rezeptfrei kann erstattet werden

Viele Krankenkassen bezahlen auf Antrag pflanzliche oder homöopathische Medikamente

Foto: I-vista  / pixelio.de


Wer häufig rezeptfreie Arzneimittel braucht, sollte sich bei seiner Krankenkasse erkundigen, ob und in welchem Umfang sie die Kosten dafür erstattet, rät die „Apotheken Umschau“. 

Nach Angaben des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie erweisen sich derzeit 58 Kassen als spendabel, darunter viele Betriebskrankenkassen. 

In erster Linie übernehmen sie die Kosten für pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Präparate. Die meisten Kassen fordern dann ein ärztliches Rezept. 


Dieser Artikel ist erschienen im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".


Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10/2014 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.