Samstag, 20. Dezember 2014

Jede Vollmacht kann man widerrufen

Ob Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung – niemand legt sich unwiderruflich fest


Fotoquelle: Lupo  / pixelio.de
Auf eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung sollte niemand verzichten, weil er fürchtet, an die einmal getroffene Entscheidung ewig gebunden zu sein. 

Falls man sich etwa mit einer Vertrauensperson zerstreitet oder seine Meinung ändert, ist das kein Problem. „Man kann alle Verfügungen jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern oder widerrufen“, sagt Dr. Hubertus Rohlfing, Notar und Fachanwalt von der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltsvereins, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. 

Seiner Erfahrung nach gehen die meisten Menschen mit Vollmachten sehr verantwortungsbewusst um: „Missbrauch ist selten, und wenn, geht es meist um sehr viel Geld.“  

Dieser Beitrag ist erschienen im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ .

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Das ändert sich 2015

Das neue Jahr bringt wichtige Veränderungen in der Pflege und der Gesundheitsversorgung



Was ändert sich zum 1. Januar?


Dienstag, 16. Dezember 2014

Pflegezeit: Ihre Rechte als Angehöriger

Letzte Woche hat der Bundestag neue Vorschriften zum Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz erlassen. Was bedeutet das für Arbeitnehmer?


Letzte Woche hat der Bundestag neue Vorschriften zum Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz erlassen. Damit soll es Angehörigen von Pflegebedürftigen erleichtert werden, Pflege und Beruf zu vereinbaren. Die neuen Vorschriften zugunsten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen treten voraussichtlich Anfang 2015 in Kraft. Was bedeutet das für Arbeitnehmer?

Pflegeunterstützungsgeld

Bereits heute schon können Arbeitnehmer bei einem akuten Pflegebedarf eine kurzzeitige berufliche Auszeit nehmen. Mit der Neuregelung wird in einem solchen Fall nun das sog. Pflegeunterstützungsgeld gezahlt, das in etwa mit dem Kinderkrankengeld vergleichbar ist und mit dem der Verdienstausfall teilweise aufgefangen wird. Die Auszeit kann für bis zu zehn Tage genommen werden.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

24-Stunden-Pflege in Bietigheim-Bissingen

Nachfrage nach Pflege- und Betreuungskräften aus Polen steigt


www.24-stunden-pflege-stuttgart.de

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter und die Nachfrage nach Pflegepersonal nimmt deshalb zu. Diesem bundesweiten Trend kann sich auch die Stadt Bietigheim-Bissingen nicht entziehen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg ist schon heute jeder fünfte Einwohner von Bietigheim-Bissingen 65 Jahre alt oder älter. Tendenz weiter steigend.

Obwohl es in Bietigheim-Bissingen ein vielfältiges Angebot und eine gute Versorgung im Bereich der Ambulanten Pflege gibt, ist es für viele Familien oftmals sehr schwer eine bezahlbare 24-Stunden-Pflege und Betreuung zu organisieren.

Dabei kann es schon in einem frühen Stadium einer Erkrankung von Demenzpatienten notwendig sein, eine 24-Stunden-Betreuung zu gewährleisten. Die Familien sind hier in den meisten Fällen sehr schnell überfordert. Zum einen ist es oft nicht möglich, da Angehörige noch im Berufsleben stehen und deshalb nur begrenzt Zeit haben, zum anderen stoßen Angehörige selbst dort, wo das zeitlich möglich ist, sehr schnell an Ihre psychischen und/ oder physischen Grenzen.

Spätestens jetzt wird in der Regel darüber nachgedacht, den zu versorgenden Angehörigen in ein Heim zu geben, um ihn gut versorgt zu wissen. Dennoch stehen viele Familien hier im Gewissenskonflikt, denn die wenigsten wollen ihre vertraute Umgebung, ihre eigenen vier Wände gegen den Aufenthalt in einem Pflegeheim eintauschen.

Deshalb steigt die Nachfrage nach einer 24-Stunden-Pflege und Betreuung durch polnische Pflegekräfte auch in Bietigheim-Bissingen. Auch in den angrenzenden Städten und Gemeinden Besigheim, Freiberg am Neckar, Ingersheim, Löchgau, Markgröningen und Sachsenheim sowie den benachbarten Kommunen Ludwigsburg, Remseck am Neckar, und Tamm ist nach Auskunft der Brinkmann Pflegevermittlung, Regionalvertretung Stuttgart (www.24-stunden-pflege-stuttgart.de ) gleiches zu beobachten.

Bei dieser Art der 24-Stunden-Pflege wohnt die polnische oder osteuropäische Pflegekraft im Haushalt des zu Versorgenden.


Die Versorgung im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung durch eine polnische Pflegekraft ist durch die permanente Anwesenheit eine ideale Lösung um im eigenen zu Hause zu bleiben.

Weitere ausführliche Informationen und eine kostenlose Beratung zur 24-Stunden-Pflege in Bietigheim-Bissingen und Umgebung erhalten Sie bei der Brinkmann Pflegevermittlung, Regionalvertretung Stuttgart unter der Rufnummer 0 71 51 / 3 69 97 76 oder im Internet unter www.24-stunden-pflege-stuttgart.de . 

Samstag, 6. Dezember 2014

Wo es Hilfe gibt, wenn Konflikte bei der häuslichen Pflege eskalieren

Überfordert und verzweifelt



Etwa drei Viertel der rund 2,5 Millionen pflegebedürftigen Deutschen werden zuhause betreut. Das kann bereichern, aber den Angehörigen auch die letzten Kräfte rauben – und nicht selten zu Konflikten bis hin zu Gewaltausbrüchen führen. 

„Immerhin gaben 35 Prozent der Befragten, die selbst pflegen oder gepflegt haben, an, dass sie sich mindestens einmal unangemessen verhalten haben“, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstand der Berliner Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP), in der „Apotheken Umschau“. 

Die meisten wissen nicht, wohin sie sich wenden können


Dann braucht der Betreuende dringend eine unkomplizierte Unterstützung. Doch gut zwei Drittel aller Bürger wissen nicht einmal, wohin sie sich wenden können. 18 Beratungsstellen bundesweit helfen weiter. Die Adressen sind zu finden unter www.pflege-gewalt.de, www.beschwerdestellen-pflege.de oder bei der Deutschen Alzheimergesellschaft, Selbsthilfe Demenz, Telefon: 030/259 37 95 14. 

Quelle: Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Mit Koffein gegen die Alzheimer-Krankheit

Alzheimer Forschung Initiative e.V. verlängert vielversprechendes
Forschungsprojekt

Prof. Dr. Christa E. Müller - Copyright Universität Bonn

Wer Kaffee oder Tee trinkt, verringert sein Alzheimer-Risiko. Das zeigen aktuelle Studien. Prof. Dr. Christa E. Müller von der Universität Bonn erforscht gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. David Blum von der Universität Lille, wie sich Koffein auf die bei Alzheimer typischen Eiweißablagerungen auswirkt. Ihre Forschungsarbeit wird seit 2011 von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) unterstützt. Jetzt wurde die Förderung um zwei Jahre bis 2016 verlängert.
Die AFI stellt für diesen Zeitraum 30.000 Euro bereit, die französische Partnerorganisation LECMA gibt 70.000 Euro. Das Forschungsvorhaben von Christa Müller ist eines von sieben innovativen Alzheimer-Forschungsprojekten an deutschen Universitäten, welche die AFI ab sofort mit insgesamt 464.220 Euro bis 2016 unterstützt.
Christa Müller hat mit ihrer Arbeitsgruppe einen koffeinähnlichen Wirkstoff (MSX-3) entwickelt, der vielfach leistungsstärker als herkömmliches Koffein ist und dabei weniger Nebenwirkungen hat. Dieser Wirkstoff, ein sogenannter A2A-Antagonist, überzeugte in einem Mausmodell mit genetisch veränderten Tieren, welche die bei Alzheimer typischen Tau-Ablagerungen aufweisen. Die Nager schnitten in Gedächtnistests deutlich besser ab, als ihre unbehandelten Artgenossen. Die Ergebnisse wurden in einem Artikel zusammengefasst, der in der Online-Ausgabe der angesehenen Fachzeitschrift „Molecular Psychiatry“ veröffentlicht wurde.
Im nächsten Schritt will die Bonner Forscherin jetzt herausfinden, ob ihr Wirkstoff auch positiv auf Eiweiß-Plaques aus Amyloid-Beta wirkt, die ebenfalls ein charakteristisches Merkmal der Alzheimer-Krankheit sind, und ob die dadurch hervorgerufenen Defizite verhindert oder reduziert werden können. „Ein positives Ergebnis würde die Grundlage dafür bilden, A2A-Adenosinrezeptor-Antagonisten als neuartige Arzneistoffe für die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln“, sagt Christa Müller. „Die Arbeiten stellen somit eine wichtige Grundlage für zukünftige klinische Studien an Alzheimer-Patienten dar“, so Christa Müller weiter.
Die AFI ist der größte private Förderer öffentlicher Alzheimer-Forschung in Deutschland. Seit ihrer Gründung 1995 hat die AFI insgesamt 155 Wissenschaftler mit rund 7 Millionen Euro unterstützt. Die förderungswürdigen Projekte wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Walter E. Müller, Goethe-Universität Frankfurt, zusammen mit den Beiräten der Schwesterorganisationen in den Niederlanden und Frankreich ausgewählt.

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel. Bis heute konnte die AFI 155 Wissenschaftler mit rund 7 Millionen Euro unterstützen. Darüber hinaus wurden über 700.000 Ratgeber und Broschüren abgegeben. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Informationen anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Möglichkeiten zu spenden.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Lückenhaftes Wissen

Pflegende Angehörige sollten sich besser über die Leistungen der Pflegeversicherung informieren


Die meisten Pflegebedürftigen werden zuhause von Angehörigen betreut. Die jedoch sind über die ihnen zustehenden Leistungen aus der Pflegeversicherung oft schlecht informiert, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ unter Berufung auf eine Studie der Techniker Krankenkasse. 

So kenne nur jeder zweite Helfer die Möglichkeit, sich zuhause von einem Pflegeprofi anleiten zu lassen. Angesichts der großen Belastungen, denen die Angehörigen ausgesetzt sind, sollten sie sich bei Pflegestützpunkten und Beratungsstellen besser über ihre Rechte informieren lassen. 

Dieser Beitrag ist erschienen im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber

Samstag, 29. November 2014

VdK-Petition für eine große Pflegereform am 1.12. im Bundestag

Kampagne „Große Pflegereform – jetzt!“


 

„Unsere Petition für eine große Pflegereform ist ein deutliches Signal an die politisch Verantwortlichen, endlich im Sinne der Pflegebedürftigen ein nachhaltiges Gesetz auf den Weg zu bringen“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Am 1.12. wird im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Petition des Sozialverbands VdK beraten, die dieser im Zuge seiner Kampagne „Große Pflegereform – jetzt!“ eingereicht hatte.

200.000 Menschen hatten schriftlich und online die VdK-Petition für ein Gesetz unterzeichnet, das die Pflegeversicherung endlich einer echten grundlegenden Reform unterziehen soll. 

Bisher erhalten Demenzkranke kaum Pflegeleistungen

In der Petition heißt es: „Der Deutsche Bundestag möge eine Reform beschließen, die auf der Grundlage eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs den Hilfebedarf eines Menschen ganzheitlich, also unter Einbeziehung von seelischen, geistigen und körperlichen Einschränkungen, beurteilt.“ Denn bisher erhalten Demenzkranke kaum Pflegeleistungen. Auch wenn sie häufig 24 Stunden am Tag Betreuung benötigen, passen sie aufgrund ihrer eher geistigen als körperlichen Einschränkungen nicht in das jetzige System der Pflegestufen. „Angesichts einer deutlichen Zunahme von Demenzerkrankungen in einer älter werdenden Gesellschaft ist dieser Zustand unhaltbar – für die Erkrankten wie für deren Angehörige“, erklärt Mascher und fordert konkret:
• eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit
• mehr Pflegeleistungen für Menschen mit Demenz
• frühe Hilfen bei beginnender Pflegebedürftigkeit
• mehr Entlastung und bessere soziale Absicherung für pflegende Angehörige
• bessere Betreuung im Pflegeheim durch mehr Pflegepersonal
• Stärkung der häuslichen Versorgung für alle Pflegebedürftigen
• Stärkung von Prävention und Rehabilitation
• eine ganzheitlichere und bedarfsgerechtere Pflege
„Das verabschiedete Pflegestärkungsgesetz reicht trotz kleinerer Verbesserungen nicht aus“, betont die VdK-Präsidentin. „Zwei wichtige Aspekte unseres Kampagnenmottos wurden darin nicht berücksichtigt“, erklärt Mascher weiter, „die Wörter ‚groß‘ und ‚jetzt‘“
Insbesondere die neuerliche Erprobung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs bezeichnet sie als „unverständlich und überflüssig“. Es sei zu befürchten, dass sich aufgrund dieser Verzögerungen grundlegende Verbesserungen für Demenzkranke kaum noch in dieser Legislaturperiode umsetzen lassen. 
Mascher: „Ein wichtiger Schritt ist nun die Anhörung unseres Anliegens im Petitionsausschuss des Bundestages. Wir fühlen uns durch den großen Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger für unsere Kampagne ‚Große Pflegereform – jetzt!‘ bestätigt. Sie wollen zügig umfangreiche Verbesserungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige.“

Dienstag, 25. November 2014

"Was kann ich tun?" - Neue Broschüre für Menschen mit beginnender Demenz

Neue Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Alois Alzheimer - © Prof. Konrad Maurer

Wenn das Gedächtnis nachlässt, wenn Namen vergessen werden, fragen sich viele: Ist das noch normal, oder könnte es sich um eine Demenzerkrankung handeln? Die Broschüre „Was kann ich tun?“ wendet sich speziell an Menschen mit einer beginnenden Demenz und informiert über Diagnose und Behandlung, rechtliche und finanzielle Fragen, Möglichkeiten von Beratung und Unterstützung. Sie enthält zahlreiche Tipps für das alltägliche Leben. Der Text ist leicht lesbar und wird durch Fotos und Grafiken ergänzt.

Die Broschüre ist im Rahmen des Projekts "Mehr Teilhabe für Menschen mit Demenz ermöglichen" der Deutschen Alzheimer Gesellschaft entstanden. Mehrere Gruppen für Menschen mit beginnender Demenz sowie einzelne Erkrankte haben daran mitgewirkt. Sie sind sich einig, dass ein Leben mit Demenz noch lange selbstbestimmt möglich ist. Sie möchten aktiv bleiben und weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Teil der Broschüre ist ein „Verständniskärtchen“ im Scheckkartenformat mit der Information „Ich habe Demenz. Bitte haben Sie etwas Geduld“. Es kann überreicht werden, wenn es z.B. an der Ladenkasse mit dem Bezahlen nicht so schnell geht, wie erwartet. Menschen mit Demenz fällt es in solchen Situationen manchmal schwer, die richtigen Worte zu finden.

„Die meisten Broschüren zum Thema Demenz wenden sich an Angehörige. Doch genau so wichtig ist es, dass Menschen mit Demenz selbst Informationen darüber erhalten, wie sie möglichst gut mit der Krankheit leben können“, sagte die 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Heike von Lützau-Hohlbein. Dank der finanziellen Unterstützung des Projekts durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann die neue Broschüre kostenlos abgegeben werden.

Die Broschüre


Deutsche Alzheimer Gesellschaft (Hrsg.): Was kann ich tun? Tipps und Informationen für Menschen mit beginnender Demenz. Reihe Informationen für Menschen mit Demenz, 1. Auflage 2014, 56 Seiten, kostenlos. Bestellungen: siehe Kontaktdaten.

Hintergrundinformationen


Heute leben in Deutschland etwa 1,5 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr zwei Drittel davon leiden an der Alzheimer-Demenz. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist der Bundesverband von derzeit 137 regionalen Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon mit der Service-Nummer 01803 – 171017 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 / 259 37 95-14 (Festnetztarif).

Kontakt


Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz 
Hans-Jürgen Freter 
Friedrichstraße 236, 10969 Berlin 
Tel. 030 / 259 37 95 – 0, Fax: 030 / 259 37 95-29 
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de, Internet: www.deutsche-alzheimer.de

Samstag, 22. November 2014

Pflegestudie: Jeder Dritte kürzt die Arbeitszeit, Kollegen und Chefs sind wichtigste Stützen

Karrierekiller Familie?

"Grafik: Techniker Krankenkasse"

Damit Mütter wegen der Kinderbetreuung im Job nicht zurückstehen müssen, setzen Politik und Arbeitgeber auf Elternzeit und Betriebskindergärten. Doch wie sieht es bei Berufstätigen aus, die Angehörige pflegen? Auch hier verbessern sich die politischen Rahmenbedingungen. Doch für Mitarbeiter, die Pflegeaufgaben übernehmen, zählen vor allem Führungs- und Unternehmenskultur. Neue Studien und Daten der Techniker Krankenkasse (TK) beziffern, wie groß der Spagat zwischen Job und Pflege ist, und zeigen Lösungsansätze auf.

"Pflegeaufgaben zu übernehmen, wirkt sich auf das Berufsleben aus", erklärt Wolfgang Flemming, Fachbereichsleiter und Pflegeexperte bei der TK. Vor allem Frauen treten im Job zurück, wenn jemand in der Familie oder im engeren Umfeld pflegebedürftig wird. Das zeigt die TK-Pflegestudie, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa mehr als 1.000 pflegende Angehörige befragt hat. Unter den erwerbstätigen Frauen hat jede Dritte (32 Prozent) aufgrund der Pflegetätigkeit ihre Arbeitszeit reduziert. Bei den Männern hat das jeder Vierte (25 Prozent) getan. "Hier spielt vermutlich mit hinein, dass Männer sicher nach wie vor meist Haupternährer in der Familie sind", so Flemming.

Der Akutfall kol­li­diert besonders mit dem Job


Auffällig ist auch: Angehörige, die ganz plötzlich mit einer Pflegeaufgabe konfrontiert wurden, drosseln die Arbeitszeit öfter als Angehörige, die langsam in die neue Situation hineinwachsen konnten (38 Prozent versus 26 Prozent). "Im Akutfall sind die Angehörigen besonders gefordert. Um die Betroffenen hier zu unterstützen, hat der Gesetzgeber erste Schritte in die richtige Richtung unternommen", erläutert Flemming.

Mittwoch, 19. November 2014

Erkältungsmittel: Gerade ältere oder pflegebedürftige Menschen sollten auf Beratung der Apotheker vertrauen statt auf Werbung

Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Bei etwa jeder fünften Selbstmedikation taucht ein Problem auf

©  ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Schnupfen, Halsweh, Fieber – die Erkältungswelle rollt und die Werbung für Erkältungsmedikamente ist allgegenwärtig. Doch Apotheker Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern warnt: „Rezeptfrei heißt nicht harmlos. 

Bei etwa jeder fünften Selbstmedikation taucht ein Problem auf. Glauben Sie deshalb nicht alles, was Sie in den Werbepausen im Fernsehen oder auf Anzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften sehen. 

Gerade ältere oder pflegebedürftige Menschen, die bereits dauerhaft Medikamente einnehmen, sollten bei der Auswahl ihrer Erkältungsmittel besonders vorsichtig sein. Fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker, welche Medikamente passend für Sie persönlich sind."

Der schmerzstillende Wirkstoff Paracetamol beispielsweise ist in einigen "Grippemitteln" enthalten. Er kann in zu hohen Dosierungen die Leber schädigen. „Sie sollten unbedingt die Dosierungshöchstgrenze einhalten, vor allem wenn mehrere Kombipräparate mit Paracetamol gleichzeitig gegeben werden", so Schmitt. 

Unabhängig vom Wirkstoff und der Packungsgröße gilt: Schmerzmittel sollten ohne ärztliche Empfehlung nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als zehn Tage pro Monat eingenommen werden. Grundsätzlich raten die Apotheker ihren Patienten meist von so genannten Kombi-Präparaten ab und empfehlen stattdessen ein Medikament mit nur einem Wirkstoff. Schmitt: „Über Nacht heilt keine Erkältung. Deshalb ist es ratsam, die individuell stärksten Beschwerden mit Präparaten mit je einem einzigen Wirkstoff gezielt zu behandeln und sich ansonsten zu schonen."

Donnerstag, 13. November 2014

TK-Pflegestudie: Pflegende Angehörige treiben Pflichtgefühl und Familienzusammenhalt an

Der soziale Kitt bröckelt

Zum vergößern auf das Bild klicken

Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind pflegebedürftig. Modellrechnungen gehen davon aus, dass es bis 2030 in Deutschland sogar rund 3,4 Millionen sein werden. Sieben von zehn Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Die große Mehrheit von ihnen, zwei Drittel, werden ausschließlich durch Angehörige betreut. Kurzum: Pflegende Angehörige sind unverzichtbar für die Versorgung. Die Datenlage zur gesundheitlichen Situation der Pflegenden ist bisher jedoch dünn. Das Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse (TK) hat daher in einer Studie mehr als 1.000 pflegende Angehörige zu Gesundheit und Befinden, Belastungen und Unterstützungsmöglichkeiten befragen lassen.

Pflegesituation greift die eigene Gesundheit an


Die Ergebnisse zeigen: Die Pflege eines Angehörigen ist kräftezehrend und belastet die Gesundheit der Pflegenden. Sechs von zehn Befragten geben an, dass die Pflege sie viel von ihrer eigenen Kraft kostet - je höher die Pflegestufe, desto größer die Belastung. In Pflegestufe drei ist sie fast doppelt so groß wie in Stufe null. Ständig in Bereitschaft zu sein, strengt 55 Prozent der Befragten sehr an. Die Hälfte der Pflegenden fühlt sich oft körperlich erschöpft, gut ein Drittel hin- und hergerissen zwischen den Anforderungen der Pflege und denen der Umgebung, zum Beispiel Job oder Familie. Drei von zehn Befragten geben sogar an, die Pflegesituation greife die eigene Gesundheit an.

Montag, 10. November 2014

Gute Nachricht für Pflegebedürftige: 2,4 Milliarden Euro mehr für die Pflege

Jetzt bei der Pflegeberatung über die neuen Leistungen informieren


Der Bundesrat hat letzten Freitag das Pflegestärkungsgesetz gebilligt. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2015 in Kraft und verbessert die Leistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. 


Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe„Der Bundesrat hat heute den Weg frei gemacht für das Pflegestärkungsgesetz. Das bedeutet mehr und bessere Leistungen im Umfang von 2,4 Milliarden Euro pro Jahr für pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige. Das ist eine gute Nachricht für die Pflege in Deutschland. Damit wird die Pflege zu Hause deutlich gestärkt. Die Lebensqualität in stationären Pflegeeinrichtungen wird durch eine deutliche Erhöhung der Zahl der Betreuungskräfte spürbar verbessert. Mir ist wichtig, dass diese Verbesserungen bei den Menschen ankommen. Deshalb sollten sich Pflegebedürftige und pflegende Angehörige frühzeitig über die neuen Leistungen beraten lassen."



Pflegebedürftige und pflegende Angehörige können sich kostenfrei bei der Pflegeberatung ihrer Pflegekasse bzw. Pflegeversicherung oder eines Pflegestützpunkts informieren, wie die Verbesserungen entsprechend der individuellen Situation optimal genutzt werden können. 



Durch das Pflegestärkungsgesetz stehen für die Pflege zu Hause zusätzlich 1,4 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung. Alle Leistungsbeträge der Pflegeversicherung werden erhöht. Die Unterstützung für pflegende Angehörige wird ausgeweitet durch bessere Möglichkeiten zur Kombination verschiedener Unterstützungsleistungen wie Tages- und Nachtpflege und Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie durch Einführung neuer Entlastungsleistungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Auch für die Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen sieht das Gesetz Verbesserungen im Umfang von rund einer Milliarde Euro vor. Hier steigen die Leistungen der Pflegeversicherung je nach Pflegestufe zwischen 41 und 77 Euro pro Monat. Außerdem finanziert die Pflegeversicherung ab 2015 pro Jahr bis zu 45.000 zusätzliche Betreuungskräfte für die stationäre Pflege (bislang: rund 25.000). 

Dienstag, 4. November 2014

Begrenzte Gültigkeit von Arzt-Rezepten

Arzt-Rezepte müssen innerhalb bestimmter Fristen eingelöst werden, aber es gibt Unterschiede

Foto: Matthias Preisinger / pixelio.de

Die meisten Arztrezepte lösen Patienten unmittelbar nach dem Besuch der Praxis ein. Werden Medikamente etwa über einen längeren Zeitraum verordnet, kann ein Rezept auch schon mal liegen bleiben. 

Gesetzlich Versicherte müssen es aber innerhalb eines Monats einlösen, sonst verliert es seine Gültigkeit, heißt es in der „Apotheken Umschau“. 

Privatrezepte bleiben drei Monate gültig. Nur eine Woche gültig sind BtM-Rezepte, auf denen stark wirkende Medikamente mit hohem Missbrauchspotential verordnet werden. Sie sind weitgehend fälschungssicher und individuell kodiert. 

Unbefristet gültig ist ein grünes Rezept, auf dem der Arzt ausschließlich Medikamente verordnet, die nicht der Verschreibungspflicht unterliegen, und die vom Patienten selbst bezahlt werden müssen. 


Quelle: Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 

Sonntag, 2. November 2014

Vereinbarkeit von familiärer Pflege und Berufstätigkeit in landwirtschaftlichen Familienbetrieben

Schmidt: "Pflegende Angehörige benötigen vor allem mehr zeitliche Flexibilität, um Familie, Pflege und Beruf in Einklang zu bringen"

Quelle: BMEL - phtothek.net - Jörg Sarbach
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Regierungsentwurf des Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf beschlossen. 

Ein Thema, das auch eine zunehmende Bedeutung für Landwirte hat. Daher sagte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt Foto oben), in Berlin: "Ich freue mich, dass wir dieses Thema jetzt auch für die Landwirte angepackt haben. Denn wenn Verbesserungen bei Pflege und Beruf geschaffen werden, dann ist dies besonders dort angezeigt, wo zugleich ein Familienbetrieb geführt wird. Entstehen in landwirtschaftlichen Familienbetrieben kurzfristig Pflegesituationen, die es den Angehörigen der pflegebedürftigen Person erschweren oder unmöglich machen, das Unternehmen weiterzuführen, wollen wir in diesen schweren Situationen den Bauern und Bäuerinnen helfen. 

Die neuen Regelungen erleichtern es auch den bäuerlichen Familien, familiäre Pflege und berufliche Verpflichtungen besser aufeinander abzustimmen." 


Um dies zu ermöglichen, soll unter anderem der Anspruch auf Betriebshilfe für landwirtschaftliche Unternehmer auf eine bis zu zehntägige Auszeit ausgeweitet werden, die kurzfristig erforderlich ist, um eine akut auftretende Pflegesituation in der Familie zu organisieren. 

Betriebshilfe, also eine Ersatzkraft, ist in landwirtschaftlichen Betrieben anstelle einer Lohnersatzleistung unerlässlich. So kann der Ausfall einer Arbeitskraft kompensiert und das Unternehmen weitergeführt werden. "Für die landwirtschaftlichen Familien ist es von großer Bedeutung, dass sie auch unter diesen Schutz gestellt werden", sagte Schmidt. Die Betriebshilfe wird im Regelfall von der landwirtschaftlichen Krankenkasse organisiert. 

Für Beschäftigte außerhalb der Landwirtschaft soll die Auszeit über eine Lohnersatzleistung, das sogenannte Pflegeunterstützungsgeld, ermöglicht werden. 

In Deutschland sind derzeit rund 2,6 Millionen Menschen pflegebedürftig. Davon werden rund 1,2 Millionen ausschließlich durch Angehörige unterstützt. "Es ist zu erwarten, dass immer mehr Frauen und Männer vor der Aufgabe stehen, sich innerhalb der Familie aktiv in die Pflege einzubringen. Durch die nun beschlossene Leistungsausweitung wird insbesondere auch das Engagement der pflegenden Angehörigen anerkannt", so Bundesminister Schmidt.

Freitag, 31. Oktober 2014

Gemeinsam mehr bewegen

Kinästhetik-Kurse vermitteln pflegenden Angehörigen, wie sie die schwere Aufgabe schonend bewältigen


Die Pflege eines Angehörigen bringt Menschen oft an körperliche Grenzen. Ebenso belastend ist es für den Kranken zu erfahren: ich kann das alles nicht mehr allein. Ein Ansatz hier gegenzusteuern, ist die Kinästhetik. 

Die Methode lehrt, sich mit dem Kranken zusammen achtsam  zu bewegen. Anfangs bildeten sich Pflegeprofis darin aus, seit 2007 werden Kinästhetik-Kurse auch für pflegende Angehörige angeboten, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. 

Die meisten Krankenkassen übernehmen Kosten für häusliche Schulung


Pflegende Angehörige finden sämtliche Kursangebote bundesweit unter www.wir-pflegen-zuhause.de. Abgesehen von einer Eigenbeteiligung von 25 Euro für die Kursunterlagen, entstehen den Teilnehmern keine Kosten. Die meisten Krankenkassen übernehmen darüber hinaus auch die Kosten für eine häusliche Schulung.  
 
Dieser Beitrag ist erschienen im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 10/2014 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Montag, 27. Oktober 2014

Schmerzen bei Demenzkranken erkennen

Broschüre der Deutschen Seniorenliga: Schmerzen bei Demenzkranken erkennen



Menschen mit einer Demenz können oft nicht sagen, ob und wo sie Schmerzen haben. Angehörige und Pflegepersonen sollten die Patienten daher gut beobachten und auf indirekte Hinweise achten, wie etwa häufiges Stöhnen, einen angespannten Gesichtsausdruck oder übermäßiges Schwitzen.

Die Deutsche Seniorenliga bietet zu diesem Thema eine Broschüre ( www.dsl-chronische-schmerzen.de ) mit Informationen und praktischen Tipps an.

Ältere Menschen tragen ein höheres Risiko für Schmerzen als junge. Doch gerade sie erhalten oftmals nicht die richtige Schmerztherapie. In besonderem Maße gilt das für Menschen mit einer Demenz: Sie werden noch seltener schmerztherapeutisch behandelt als nicht demenzkranke Schmerzpatienten.

Privatdozent Dr. Matthias Schuler, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Diakoniekrankenhaus Mannheim, erklärt das so: "Selbst für nicht demente Menschen ist es oftmals schwierig, Schmerzen genau zu beschreiben. Wie soll dies dann Patienten gelingen, die nach und nach ihr Gedächtnis und ihr Ausdrucksvermögen verlieren?" 

Auf körperliche Auffälligkeiten achten


Umso wichtiger ist es, dass Angehörige, Ärzte und Pflegepersonal aufmerksam beobachten und handeln, wenn sich ein Patient ungewöhnlich verhält oder körperliche Auffälligkeiten zeigt.

So können Schmerzen dazu führen, dass der Betroffene bei Körperkontakt aggressiv reagiert, sein Appetit nachlässt oder die Muskulatur ständig angespannt ist. "Jedes dieser Anzeichen gilt es ernst zu nehmen", betont Schuler. "Zum einen kann das den Patienten unnötige Schmerzen ersparen. Zum anderen können mögliche organische Ursachen früher erkannt und behandelt werden."

Ein gutes Werkzeug für eine genaue und lückenlose Beobachtung sind Schmerzerfassungsbögen, anhand derer Pflegepersonen die Schmerzsituation der Patienten einschätzen können. Vor allem in Pflegeheimen und Krankenhäusern mit wechselndem Personal sollten diese nach Ansicht des Experten Standard sein.

Welche Schmerzformen treten bei alten Menschen besonders häufig auf? Was sind typische Anzeichen für Schmerzen? Gibt es praktische Maßnahmen, die dazu beitragen können Schmerzen vorzubeugen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Kostenlose Broschüre "Schmerzen erkennen bei Demenz"


Die Broschüre "Schmerzen erkennen bei Demenz" beantwortet diese Fragen umfassend und auch für Laien leicht verständlich. Eine Checkliste zur Vorbereitung auf den Arztbesuch und ein Verzeichnis wichtiger Ansprechpartner in Sachen Schmerzen und Demenz runden das Informationsangebot ab.

Die Broschüre ist kostenlos und kann telefonisch, postalisch oder im Internet bestellt werden:

Deutsche Seniorenliga e.V., Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn.
www.dsl-chronische-schmerzen.de

Bestell-Hotline 01805 - 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend)

Freitag, 24. Oktober 2014

Ältere Menschen sollten sich Medikamentenanwendung in Apotheke demonstrieren lassen

Im Alter erschweren die nachlassende Kraft bzw. Geschicklichkeit in den Händen oder Sehprobleme die richtige Anwendung

©  ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Ältere Menschen, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten sich die richtige Anwendung in der Apotheke demonstrieren lassen. „Tabletten einzunehmen ist relativ einfach. Aber bei technisch aufwändig verpackten Medikamente wie Augentropfen, Trockensäften oder Medikamenten zur Inhalation passieren älteren Menschen häufig Fehler“, sagt Wolfgang Pfeil, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer. Pfeil: „Auch jüngere Menschen nehmen Medikamente leider immer wieder falsch ein – oft aus Unwissenheit. Im Alter erschweren die nachlassende Kraft bzw. Geschicklichkeit in den Händen oder Sehprobleme die richtige Anwendung aber zusätzlich.“ Der Apotheker rät allen Patienten deshalb, sich in der Apotheke nach der korrekten Anwendung zu erkundigen, vor allem wenn ein Medikament zum ersten Mal angewendet wird.

Wer Schwierigkeiten hat, kann sich das Medikament bereits in der Apotheke öffnen lassen


Im Alter lässt die Kraft in den Händen nach und rheumatische Erkrankungen können die Geschicklichkeit zusätzlich verschlechtern. Älteren fällt es deshalb oft schwer, Kindersicherungen zu öffnen. Auch viele Augentropfen sind so verpackt, dass vor dem ersten Öffnen ein Siegel abgedreht oder aufgerissen werden muss. Andere Medikamente wie Tubenverschlüsse müssen vor der ersten Entnahme durchbohrt werden. Dafür braucht man relativ viel Kraft. Wer damit Schwierigkeiten hat, kann sich das Medikament bereits in der Apotheke öffnen lassen. Die korrekte Anwendung hängt auch vom jeweiligen Präparat ab. Auch komplexe Applikationssysteme zur Inhalation oder zum Eintropfen ins Auge sollten sich Patienten vom Apotheker demonstrieren lassen.

Verwechslungen von Medikamenten mit einfachen Hilfsmitteln vorbeugen


Wenn die Sehkraft nachlässt, steigt das Risiko für Verwechslungen ähnlich aussehender Medikamente. Hilfreich ist es dann, die verschiedenen Medikamente mit farbigem Klebeband, Filzklebepunkten oder durch gut tastbare Aufkleber aus Sandpapier zu kennzeichnen. Wenn bei Wirkstoffpflastern die Einreißkerben der Verpackung nur schlecht erkennbar sind, lassen Patienten sich diese am besten markieren. Fällt das Abzählen von Tropfen schwer, kann man diese in einen leeren Joghurtbecher fallen lassen. So kann man die Tropfen nach Gehör abzählen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

24 Stunden Pflege - in Heilbronn gut betreut durch polnische Pflegekräfte

Nachfrage nach 24-Stunden-Pflege in Heilbronn steigt


www.24-stunden-pflege-stuttgart.de

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter und die Nachfrage nach Pflegepersonal nimmt deshalb zu. Diesem bundesweiten Trend kann sich auch die Stadt Heilbronn nicht entziehen.

Schon heute ist jeder fünfte Einwohner von Heilbronn 65 Jahre alt oder älter. Tendenz weiter steigend.

Obwohl es in Heilbronn ein vielfältiges Angebot und eine gute Versorgung im Bereich der Ambulanten Pflege gibt, ist es für viele Familien oftmals sehr schwer eine bezahlbare 24-Stunden-Pflege und Betreuung zu organisieren.

Dabei kann es schon in einem frühen Stadium einer Erkrankung von Demenzpatienten notwendig sein, eine 24-Stunden-Betreuung zu gewährleisten. Die Familien sind hier in den meisten Fällen sehr schnell überfordert. Zum Einen ist es oft nicht möglich, da Angehörige noch im Berufsleben stehen und deshalb nur begrenzt Zeit haben, zum Anderen stoßen Angehörige selbst dort, wo das zeitlich möglich ist, sehr schnell an Ihre psychischen und/ oder physischen Grenzen.

Spätestens jetzt wird in der Regel darüber nachgedacht, den zu versorgenden Angehörigen in ein Heim zu geben, um ihn gut versorgt zu wissen. Dennoch stehen viele Familien hier im Gewissenskonflikt, denn die wenigsten wollen ihre vertraute Umgebung, ihre eigenen vier Wände gegen den Aufenthalt in einem Pflegeheim eintauschen.

Deshalb steigt die Nachfrage nach einer 24-Stunden-Pflege und Betreuung durch polnische Pflegekräfte auch in Heilbronn mit seinen Stadtteilen Biberach, Böckingen, Frankenbach, Horkheim, Kirchhausen, Klingenberg, Neckargartach und Sontheim immer mehr. 

Auch in den Nachbargemeinden Bad Wimpfen, Neckarsulm, Weinsberg, Flein, Untergruppenbach, Bad Rappenau und Lauffen am Neckar ist nach Auskunft der Brinkmann Pflegevermittlung, Regionalvertretung Stuttgart (www.24-stunden-pflege-stuttgart.de ) gleiches zu beobachten.

Bei dieser Art der 24-Stunden-Pflege wohnt die polnische oder osteuropäische Pflegekraft im Haushalt des zu Versorgenden.


Die Versorgung im Rahmen einer 24-Stunden-Betreuung durch eine polnische Pflegekraft ist durch die permanente Anwesenheit eine ideale Lösung um im eigenen zu Hause zu bleiben.

Weitere ausführliche Informationen und eine kostenlose Beratung zur 24-Stunden-Pflege in Heilbronn und Umgebung erhalten Sie bei der Brinkmann Pflegevermittlung, Regionalvertretung Stuttgart unter der Rufnummer 0 71 51 / 3 69 97 76 oder im Internet unter www.24-stunden-pflege-stuttgart.de .

Samstag, 18. Oktober 2014

Neue Pflegezeit entlastet pflegende Angehörige

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Schritt, damit unser Pflegesystem nicht kollabiert


VdK-Präsidentin Mascher: „Beratungs- und Informationsangebot muss ausgebaut werden“

„Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wichtiger Schritt, damit unser Pflegesystem nicht kollabiert. Pflegende Angehörige leisten physische und psychische Schwerstarbeit und entlasten Beitrags- und Steuerzahler um Milliardenbeträge“, so kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, den vom Bundeskabinett heute beschlossenen Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf.

Eingeführt werden soll ein verbindlicher Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, den der Sozialverband VdK immer wieder gefordert hatte. „Es hat sich gezeigt, dass freiwillige Lösungen in weiten Teilen nicht gegriffen haben. Sich nur auf den guten Willen der Unternehmen zu verlassen, war der falsche Weg“, so Mascher. Mascher kritisiert aber, dass die Regelung nicht in Kleinbetrieben mit weniger als 15 Mitarbeitern gelten soll. „Dadurch werden Beschäftigte in diesen Betrieben mit ihrer Pflegesituation allein gelassen und benachteiligt. Alle Arbeitgeber sind aber in der Pflicht, ein Arbeitsumfeld und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Arbeitnehmern ermöglichen, die Doppelbelastung Beruf und Pflege zu bewältigen“, betont die VdK-Präsidentin.

Lohnersatzleistung bei kurzfristiger Arbeitsverhinderung


Auf den Weg gebracht wird auch die seit langem vom VdK geforderte Lohnersatzleistung bei kurzfristiger Arbeitsverhinderung. „Das ist zumindest eine kleine Erleichterung für Arbeitnehmer, die sich plötzlich um die Versorgung eines Familienmitglieds kümmern müssen – etwa nach einem Schlaganfall“, so Mascher. Der VdK fordert aber mehr Transparenz und mehr Hilfen für pflegende Angehörige.„Die vielen komplizierten Anträge auszufüllen und sich bei den unterschiedlichen Hilfsangeboten auszukennen, kostet die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen viele Nerven, Zeit und Geld. Die Beratung und Information der Betroffenen muss dringend verbessert werden. Deshalb ist es ganz wichtig, dass der Aufbau der Pflegestützpunkte oder vergleichbarer umfassender Beratungsangebote bundesweit flächendeckend vorankommt“, fordert Mascher.

Freitag, 10. Oktober 2014

Alles, was Sie zur Pflege wissen müssen – „Rundumversorgung“ auch zu Hause möglich"

Kostenloser Ratgeber der Deutschen Seniorenliga

Ein Pflegefall bei einem Angehörigen kann jederzeit eintreten, egal ob altersbedingt oder durch einen Unfall. Für die meist unvorbereiteten Familien stellen sich in diesem Moment neben emotionalen Problemen auch eine Menge praktischer Fragen.

Die Betroffenen wissen nicht an wen Sie sich wenden sollen


"Was im konkreten Fall zu tun ist, wissen leider die wenigsten", beschreibt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga, die Situation: "Die Betroffenen wissen nicht , an wen sie sich wenden sollen und in welcher Reihenfolge sie am besten vorgehen.."

Der Ratgeber "Gesundheit und Pflege, Ihre Rechte - unsere Tipps" erklärt wichtige gesetzliche Regelungen für die Pflege zu Hause, hilft bei der Auswahl einer geeigneten Pflegeeinrichtung und zeigt Beratungsmöglichkeiten auf.

Die meisten älteren Menschen möchten auch bei Pflegebedürftigkeit zu Hause leben


Die meisten älteren Menschen möchten auch bei Pflegebedürftigkeit zu Hause leben. Dass diesm Wunsch mehrheitlich entsprochen wird, zeigen folgende Zahlen: Von en 2,54 Millionen Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung bekommen, werden mehr als zwei Drittel zu Hause versorgt.

Was sich anfangs mit Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern und ambulanten Pflegebesuchen noch bewerkstelligen lässt, wird jedoch zum Problem, wenn die Pflegebedürftigkeit zunimmt und eine Betreuung rund um die Uhr notwendig wird.

Für viele Angehörige ist die Pflege dann so kräftezehrend, dass mitunter die eigene Gesundheit leidet. "Die Situation wird dann noch verschärft, wenn die Kinder voll berufstätig sind, kaum Zeit haben und mit der plötzlichen Pflegesituation überfordert sind", so Hackler.

Dann drängen sich folgende Fragen auf: Wie kann ich die häusliche Pflege für einen Angehörigen organisieren oder wie finde ich ein passendes Pflegeheim? Welche Unterstützungsangebote gibt es für pflegende Angehörige? 

Kostenlose Broschüre "Gesundheit und Pflege. Ihre Rechte - unsere Tipps"


Diese Fragen beantwortet die kostenlose Broschüre "Gesundheit und Pflege, Ihre Rechte - unsere Tipps". Zugleich enthält der Ratgeber, der vom Bundesministerium Justiz und für Verbrauchrschutz gefördert wurde, Informationen über wichtige Anlaufstellen, Checklisten und weiterführende Publikationen.

Bestelladresse:
Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn


Tipp der Redaktion:
Ausfühlriche und kostenlose Informationen zum Thema 24-Stunden-Pflege zuhause erhalten Sie bei der Brinkmann Pflegevermittlung

Dienstag, 7. Oktober 2014

Parkinson-Patienten sollten Einnahmezeitpunkte genau beachten

Eine allgemeine Dosierungsempfehlung wie ‚dreimal täglich eine Tablette‘ oder ‚mittags‘ ist oft zu ungenau

Foto: Peter A  -  pixelio.de

Patienten, die gegen eine Parkinson-Erkrankung Medikamente einnehmen, sollten sich in der Apotheke über den genauen Einnahmezeitpunkt informieren. „Eine allgemeine Dosierungsempfehlung wie ‚dreimal täglich eine Tablette‘ oder ‚mittags‘ ist oft zu ungenau“, sagte Apothekerin Hiltrud von der Gathen beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer. „Besser ist es, sich die Einnahmezeitpunkte mit genauen Zeitangaben zu notieren und die Medikamente pünktlich einzunehmen.“ 

Etwa 70 Prozent aller Parkinson-Patienten werden mit dem Wirkstoff Levodopa oder Medikamenten aus der Gruppe der so genannten Dopaminagonisten behandelt. Diese Medikamente gleichen den Mangel des körpereigenen Botenstoffs Dopamin aus, der für die Bewegungsstörungen der Patienten verantwortlich ist. Von der Gathen: „Ich empfehle, Levodopa nicht zum Mittagessen, sondern entweder 30 Minuten vor oder 90 bis 120 Minuten nach einer eiweißreichen Mahlzeit einzunehmen.“ Gelangt das Medikament gleichzeitig mit Milch, Eiern, Fleisch oder anderen eiweißreichen Lebensmitteln in den Magen, wird der Wirkstoff Levodopa nicht ausreichend ins Blut aufgenommen. Die Folge ist, dass die Bewegungsstörungen nicht ausreichend behandelt werden. Die Dopaminagonisten werden hingegen zum Essen eingenommen. 

Wenn die Medikamente auch nur eine Viertelstunde später als geplant eingenommen, wirken sie nicht so gut, wie es möglich wäre


Wichtig ist die Beratung in der Apotheke auch, um die Therapietreue der Patienten zu verbessern. „Wenn die Medikamente auch nur eine Viertelstunde später als geplant eingenommen, wirken sie nicht so gut, wie es möglich wäre. Ich rate Patienten auch dringend davon ab, die Dosis auf eigene Faust zu verringern oder das Medikament ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker abzusetzen“, sagte die Apothekerin. 
Levodopa und Dopaminagonisten sind bewährte Medikamente, die gegen Bewegungseinschränkungen zuverlässig helfen. Wenn die Patienten die möglichen Nebenwirkungen dieser Medikamente kennen, können sie oft besser damit umgehen. „Patienten halten zum Beispiel eine zu Behandlungsbeginn auftretende Übelkeit für eine Unverträglichkeit. Das stimmt aber nicht: Die Übelkeit ist ein Zeichen dafür, dass die Wirkung der Medikamente einsetzt. Diese Nebenwirkung lässt zum Glück innerhalb von ein bis zwei Wochen deutlich nach“, sagte von der Gathen. Auch für andere häufige Begleitbeschwerden wie Verstopfung, Schlaf- oder Kreislaufstörungen kennt der Apotheker Lösungen.